Gedenken der Reichsprogromnach in der LkG

„Schicksalstag 9. November“ war Thema eines Vortrages in der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) am Samstagabend.
Im Blickpunkt der gutbesuchten Veranstaltung mit mehr als 70 Gästen stand die vielschichtige Erinnerung an den verschiedenen Ereignissen deutscher Geschichte die mit dem 09. November verbunden sind.
1918 Ende des Kaiserreiches, 1989 Fall der Mauer in Berlin, dadurch der Weg zur deutschen Einheit und die Erinnerung an den 09.November 1938 – jener Schreckensnacht vor genau 80 Jahren.
Referent war der Theologe und Journalist Egmond Prill (Kassel). Als Bürgerrechtler der ehemaligen DDR beschrieb er anschaulich die sogenannte Wendezeit und das Wunder der deutschen Einheit und verband auf spannende Weise Geschichte, Zeitgeschehen und Worte der Bibel.

Prill beschrieb die Verflochtenheit von Weltgeschichte und Heilsgeschehen anhand des Bibelverses „Ich will segnen, die dich segnen und verfluchen, die dich verfluchen“ – 1.Mose 12,3. Diese Worte an Abraham, Stammvater Israels seien ein Schlüssel auch zum Verständnis deutscher Geschichte und den Schicksal des jüdischen Volkes bis hin zur Staatsgründung 1948.
Er beschrieb das Wunder, das nur drei Jahre nach der schrecklichen Katastrophe von Ausschwitz nach fast 2000 Jahren die Geschichte des modernen Staates Israels begann.
„70 Jahre Staat Israel – Wer hat solches je gesehen?“ war das Thema im Sonntags-Gottesdienst in der LKG. Neben einem kurzen Abriss der Geschichte erwähnte Prill auch die zahlreichen Erfindungen und Entwicklungen der Wissenschaftsnation Israel. Cherry-Tomaten und der USB-Stick, die Tröpfchen-Bewässerung und der erste 3D-Drucker kommen ursprünglich aus Israel.

Thomas Kummer, Leiter der LKG zog ein positives Fazit für dieses Wochenende, an welchem zusammen mit dem „Arbeitskreis 9.November“ zu den unterschiedlichen Veranstaltungen in Treuchtlingen zum Gedenken der Reichskristallnacht eingeladen wurde. Interessant für die Zuhörer war, dass Prill die Weltgeschichte mit der Treuchtlinger Geschichte anhand von zwei Zitaten aus dem Buch „Jüdisches Leben in Treuchtlingen“ untermauerte.

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